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After Work Unit

Von 14.4. - 30.9.2020:
3x wöchentlich / Dauer: 2-3 Stunden
Dienstag & Donnerstag
Treffpunkt: 18:00 Uhr
Sports Direct
1210 Wien,  Seyringerstr. 15

Mittwoch
Treffpunkt: 18:00 Uhr
1230 Wien, Friedhof Inzersdorf, Kolbegasse 34

Reisebericht

Herbstliches Weinviertel

Termin: 27.09.2020

Zwei Tage vor der Tour konnte keiner glauben, dass die Fahrt durch herbstliche Weinviertel von Ernstbrunn nach Falkenstein stattfinden kann. Wettersturz, Schneefall in den Bergen und kräftige Regenfälle hat die Wetterprognose angekündigt.  Wie es am Sonntag dann wirklich war kannst du im nachstehenden Bericht lesen.

Die Nacht von Samstag auf Sonntag war Sternen klar und die Temperatur war fast auf 0 Grad gesunken. 27 Teilnehmer hatten sich trotz der kühlen Temperaturen nicht abschrecken lassen und sind pünktlich zur Abfahrt gekommen.  Die Fahrt von Wien nach Ernstbrunn dauerte nicht einmal eine Stunden und wir starteten bei strahlendem Sonnenschein von Ernstbrunn. Schon nach den ersten Kilometern radelten wir vorbei an zur Ernte vorbereiteten Kürbisfelder. Ein eindeutiges Zeichen – wir sind mitten im Herbst.  Ein wenig danach kamen wir an einer riesigen Gänseschar vorbei. Dies erinnerte uns wieder, dass bald das Sankt Martinsfest gefeiert wird und die Radsaison endgültig vorbei ist.

Umso mehr erfreuten wir uns an der lieblichen Landschaft des Zayatales und bald erreichten wir die Bezirksstadt Mistelbach. Hauptplatz, Nitsch- Museum und MAMUZ besichtigten wir. Ehrlich zum Hineingehen war nicht genügend Zeit, dafür muss man extra nach Mistelbach kommen. Weil die Zeit wie im Flug verging, hatten die Blauen den Besuch der Konditorei Schreiber weggelassen und sich gleich auf den Weg nach Poysdorf gemacht. Es wurde kräftig in die Pedale getreten, sodass wir kurz vor halb eins beim Gasthaus Schreiber in Poysdorf zum Mittagessen uns setzten. Trotzdem der Wirt einen auf den ersten Eindruck kein Charmebolzen  war,  kann man das Lokal wärmsten empfehlen.  Flott und super Speisen – so wie es der Radler braucht.  Genau nach Plan konnte wir unsere Reise fortsetzen. Ab Poysdorf trennten sich die Weg von Rot und Blau. Welche die schönere Strecke, wer mehr Höhenmeter zu fahren, ist irrelevant. Gerade der zweite Teil des Tages war anspruchsvoller und die zu erklimmenden Höhen, boten wunderbare Fernsichten ins Weinland.  Kurz vor Vier erreichten wir fast Zeit gleich das Tourende in Poysdorf und wir konnten den Tag kulinarisch beim Heurigen Jauk (Geheimtipp!) ausklingen lassen.

Bericht Erich und seiner roten Gruppe
27 Radler haben bei wunderschönem Spätsommerwetter diese relativ wenig bekannte Ecke des Weinviertels beginnend in Ernstbrunn aufgeteilt in 2 Gruppen abgeradelt, wobei wenig überraschend die rote Gruppe eine etwas längere Variante abstrampelte und dafür auch zusätzliche Höhenmeter bewältigte. Bis Poysdorf war die Strecke für beide Gruppen ident, durch die höhere Geschwindigkeit konnten sich die Roten noch eine zusätzliche Kaffeepause beim Schreiber in Mistelbach gönnen. Einige von uns kannten diese Konditorei bereits von einer früheren Ausfahrt und waren von der sehr großen Auswahl an Torten, Kuchen und anderen Leckereien nicht mehr so überrascht, geschwärmt über den exzellenten Geschmack haben wir aber alle. Weiter führte uns der Radweg durch hügeliges Terrain zwischen teilweise bereits abgeerntete Felder und natürlich vielen Weingärten. Obwohl die Trauben bereits sehr reif ausschauten, konnten wir der Versuchung widerstehen gleich vor Ort zu naschen. Immer wieder leuchtete das Laub von den bereits leicht herbstlich verfärbten Bäumen in der Sonne, die heute Nachmittag die Luft auf angenehme 15 Grad aufgeheizt hat. Viele Radler bestellten sich daher zu Mittag eine Suppe, die nicht nur sehr gut geschmeckt hat, sondern uns gleichzeitig von innen etwas aufwärmte. Auf der Umrundung des Galgenberges wählten wir zum Unterschied der blauen Gruppe den Uhrzeigersinn, was wie oben bereits erwähnt ca. 10 Zusatzkilometer und 300 Höhenmeter mehr ergab. Der Weg war geprägt durch ein ständiges auf und ab, in den Mulden fuhren wir durch kleine Dörfer die sich im Sonntagsschlaf befanden, um danach wieder entlang saftig grüner Wiesen – das Resultat der heuer doch ergiebigen Niederschläge – oder mitten durch die dem Gebiet namensgebenden Weingärten weiter zu radeln. Zum Glück sturz- und pannenfrei erreichten wir wenig später als die Blauen unseren Endpunkt beim Heurigen in Falkenstein. Das Team des für seine bodenständige Hausmannskost und seinen Traubensaft einigen Eliteradlern bereits bekannte Heurige Jauk wurde unseren Erwartungen mehr als gerecht und wer wollte konnte bereits ein oder auch mehrere Gläschen Sturm genießen. Da die Stimmung so gut war verzögerte sich unsere Abfahrt ein wenig, aber der späte Nachmittag im urigen Weinkeller war es allemal wert.   
   

 

Facts:

Blau       70 km    600 hm

Rot         78 km    760 hm