Startseite Rad-Reiseberichte 20ert0719 Kamptalseenland

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Reisebericht

Im Kampseenland

Von Zwettl nach Mold

Termin:  19. Juli 202

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er Begriff Kampseenland ist relativ jung und die wenigsten Österreicher können damit etwas anfangen. Andererseits beschreibt dieser Werbename ziemlich exakt, was einen beim Besuch dieses Ausflugszieles erwartet. Sicher ganz freundliche Leute. Den ersten den wir trafen, war Christian Pichelbauer. Er war mit seinem neuen E-Bike auf einer Sonntagsrunde. Er  empfahl uns über die Staumauer zu fahren.  Durch einen Patschen  haben wir es doch nicht geschafft zur Staumauer zu kommen, was ein Glück war. Denn so trafen wir den verantwortlichen Betriebsleiter des Kraftwerkes Ottenstein Herr DI Erich Binder. Ihm waren wir 30 Radler auffallen und darum hat er uns am Fuße der  80 Meter hohen Staumauer „abgefangen“, um uns über „sein Kraftwerk“ zu erzählen:  Die Pläne für einen Ausbau des Kamps gehen bereits ins Jahr 1913 zurück, doch die beiden Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise verhinderten die Realisierung bis in die 1950iger Jahre.  Am 6. Juli 1957 eröffnete Bundeskanzler Julius Raab das Kraftwerk Ottenstein.“ Wahrscheinlich würden wir jetzt noch zuhören, so interessant wusste er zu erzählen. Der Dritte war Herr Erich Speneder, der Wirt vom Gasthaus in Altpölla.  Er hat sich so gefreut, dass 30 Radler am Sonntag  zum Mittagessen vorbei kommen, dass er und seine Gattin sich so richtig ins Zeug legten.  Mit wenigen Worten gab er uns zu verstehen, dass Sie extra für uns Schweinsbraten mit Zwettler Biersaftl und als Alternative Wildschweinbraten  frisch gekocht haben.  Normalerweise essen wir zu Mittag nur Kleinigkeiten, doch irgendwie passierte es und jeder von uns bestellte eines der beiden Angebote. Sowohl der Schweinsbraten als auch das Wildschwein schmeckten wie von der Großmuttergekocht und  die Mohntorte erst, war zum niederknien.  Danke dem Ehepaar Speneder für dieses kulinarische Highlight.  Man fährt ja nicht wegen des Essens Rad, vielmehr isst man, weil man Rad fährt. Landschaftlich konnte das Kampseenland voll überzeugen. Manchmal wild und giftig, dann wieder sanft wellig. Eine Kulturlandschaft, wie sie von den Klöstern Zwettl und Altenburg  über hunderte von Jahren geschaffen wurde.  Es  lohnt sich diese Region zu besuchen.

Noch ein Wort zum Wetter:  Der heurige Sommer zählt nach den trockenen zwei Jahren, sicher wieder zu den nassen Jahren.  Die Wettervorhersage war schwer zu deuten. 90% Regenwahrscheinlichkeit. Das heißt volles Risiko. Doch auch diesmal konnte die ELITE Radler das Gegenteil beweisen und sind trocken durch den Tag gekommen.

 

Bericht der roten Gruppe:

Nachdem Sammy 27 Radler rasch nach Zwettl gebracht hatte, konnten es 27 Elite Radler kaum mehr erwarten, in die Pedale zu treten. Die Rote Gruppe mit Heinz startete Richtung Süden. Vorbei an idyllischen Fischteichen kamen wir bald bei der Firma Sonnentor in Sprögnitz an. Eine Besichtigung war nicht möglich, aber in einem kleinen Verkaufsladen gab es Mohnzelten, die von einigen als Mitbringsel in den Rucksack gepackt wurden. Der Stausee Ottenstein mit der imposanten Staumauer war das nächste Ziel. Kurz davor sah der ehemalige Werksleiter des Kraftwerks beide Radgruppen vorbei radeln. Unsere Abfahrt zur Staumauer hielt er mit seinem Handy fest und er freute sich, dass er uns interessante Infos über die Kraftwerkskette Ottenstein sowie das Jahrhunderthochwasser 2002 geben konnte. Weiter ging es entlang des Dobra Stausees bis Krumau. Noch ein steiler Anstieg war zu bezwingen und bald war Altpölla erreicht. Im Gasthaus Spender wurden wir mit Freude empfangen und gestärkt mit Wildschweinbraten und Mohntorten wurden die letzten 25 Kilometer in Angriff genommen. Im Norden zogen schwarze Wolken auf, sodass wir nach einem kurzen Stopp beim Schloss Greilenstein in Altenburg den Track verließen, um weiter südlich dem Regen zu entkommen. Dennoch mussten wir unter einer Brücke der Schnellstraße Schutz suchen und unser Regengewand anziehen. Nachdem der Guss vorbei war ging es an der Stadt Horn vorbei und ein Stück auf einem Wanderweg entlang der Taffa. Durch den Regen der letzten Tage war es eine tiefgrüne Strecke, aber alle schafften es bestens diesen romanischen Abschnitt zu bezwingen. Das Landgasthaus Knell in Mold war dann bald erreicht. Nach dem kulinarischen Finale sowie einem Rot-Blauen Gruppenfoto bei Sonnenschein ging es pünktlich um 18:00 mit dem Elite Bus zurück nach Wien.



Facts:

Blau 63 km /  690 hm

Rot 75 km  / 910 hm

 

Fotogalerie